3-, 5-, 10-adrig
Beschreibt die Anzahl der Patientenleitungen eines EKG-Kabels oder die Zahl der Adern eines Stammkabels. «
Angewandte Normen
Unsere Firma betreibt ein Qualitätsmanagement-System für Medizinprodukte welches den Forderungen der EN ISO 13485:2000 (basierend auf den Anforderungen der DIN EN ISO 9001) entspricht. Wir produzieren Zubehör für medizinische elektrische Geräte und sind dadurch von der EN 60601-Normenfamilie betroffen. Die Konformität mit den allgemeinen Anforderungen von EN 60601-1 und den besonderen Anforderungen EN 60601-2, welche auf spezielle Geräte eingeht, muss von unserem Kunden, dem Gerätehersteller, für das Gerät in Verbindung mit dem Zubehör sichergestellt werden. «
Artefakte
Gelegentlich auftretende Signalanteile, die kein Ergebnis des untersuchten physiologischen Prozesses sind, sondern von anderen Quellen verursacht werden. Beispiel: Muskelartefakte, Bewegungsartefakte im EKG. Die Entspannung des Patienten und eine gute Fixierung der EKG-Patientenkabel vermeiden diese Artefakte. «
Bio-Kompatibilität
In unserem Zusammenhang: Eignung des Kabels für den direkten Kontakt mit gesunder Haut. «
CE-Kennzeichnung
Mit dem CE-Zeichen bescheinigt ein Medizinproduktehersteller die Konformität seines Produktes mit dem Medizinproduktegesetz und der Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte. «
Defibrillation
Behandlung des Herzens mit Elektroschock bei Stillstand oder Herzkammerflimmern. Ein Sonderfall der Defibrillation ist die Kardioversion, eine geplante Defibrillation am schlagenden Herzen. Die Defibrillation stellt erhöhte Anforderungen an die Beschaffenheit von EKG-Kabeln. «
Defibrillationsschutz
Gemeint ist der elektronische Schutz vor gefährlichen Auswirkungen einer Defibrillation, insbesondere auf das Gerät und den Anwender. «
Diagnose-EKG
Dient der detaillierten Beurteilung der elektrischen Aktivität des Herzens durch einen Kardiologen oder niedergelassenen Arzt. Wird im Ruhezustand (Ruhe EKG) oder während Belastung (Belastungs-EKG) durchgeführt. Es wird ein 10-adriges Kabel eingesetzt, welches die Abnahme der 12 EKG-Standardableitungen zulässt. Die 10 Patientenleitungen setzen sich zusammen aus 4 Extremitätenleitungen, welche mit den Elektroden an Armen und Beinen verbunden werden und 6 Brustwandleitungen, welche mit den am Brustkorb befindlichen Elektroden verbunden werden. «
DIN-Sicherheitsstecker
Speziell für die Medizintechnik entwickelte berührungsgeschützte 1,5 mm Steckverbindung nach DIN 42802-1. «
EEG
Abkürzung für Elektroenzephalographie, Aufzeichnung der elektrischen Hirnaktivität. «
EEG-Elektroden
Leitende Sensoren, meist aus Gold- oder Silberverbindungen, zur Ableitung von elektrischen Potentialen vom Hirn auf der Schädeloberfläche. «
EEG-Patientenleitung
Einadrige Leitung zwischen EEG-Elektroden und dem Verteiler oder Steckfeld eines EEG-Aufzeichnungsgerätes. «
EKG
Elektrokardiographie. Aufzeichnung der elektrischen Abläufe des Herzens. «
EKG-Ableitung
Das EKG resultiert aus einer Differenzbildung von zwei elektrischen Biosignalen. Es können verschiedene Kombinationen der Patientenleitungen im EKG-Gerät zur Differenzbildung herangezogen werden. Diese Kombinationen werden Ableitungen genannt. Die 12 Standard EKG-Ableitungen sind: · I, II, III (nach Einthoven) · aVR, avL, aVF (nach Goldberger) · V1, V2, V3, V4, V5, V6 (nach Wilson) Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit EKG-Patientenleitung, auch wenn diese z.B. mit V1 beschriftet sein sollte. «
EKG-Elektroden
Elektrisch leitfähige Sensoren, meist aus Silberverbindungen, ausgeführt als Klebe- Saug- oder Plattenelektroden, welche auf der Körperoberfläche an vorgegebenen Stellen angebracht werden. Siehe Tabelle "Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur" am Ende dieses Glossars. «
EKG-Kabel
Zur Ableitung von EKG-Signalen vom Körper eingesetztes Bündel von elektrischen Leitern. Wird an einem Ende an EKG-Elektroden und am anderen Ende an ein Aufzeichnungsgerät angeschlossen. «
EKG-Kanal
Darstellung einer Ableitung als Aufschrieb oder Anzeige. Ein Einkanal-EKG-Schreiber erlaubt den Aufschrieb jeweils einer Ableitung, wenn mehrere Ableitungen benötigt werden, müssen diese hintereinander geschrieben werden. Dreikanal-EKG-Schreiber können 3 Ableitungen gleichzeitig darstellen. Begriff wird häufig mit EKG-Ableitung verwechselt. Im Langzeit-EKG hat sich der Begriff Kanal gegenüber Ableitung durchgesetzt. «
EKG-Patientenleitung
Einadrige geschirmte oder ungeschirmte Leitung von der Verteilerweiche zu den Elektrodenanschlüssen. «
EKG-Stammkabel
Mehradriges, meist geschirmtes Kabel vom Gerätestecker zur Verteilerweiche. «
Elektrodenanschluss
Der Anschluss der EKG-Patientenleitung an die EKG-Elektrode z.B. in Form einer Klammer, eines 4 mm-Bananensteckers oder eines Druckknopfes. «
EMV
Elektromagnetische Verträglichkeit. Fähigkeit eines Apparates, einer Anlage oder eines Systems, in der elektromagnetischen Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für alle in dieser Umwelt vorhandenen Apparate, Anlagen oder Systeme unannehmbar wären. «
EP
Abkürzung für Elektrophysiologie, die Lehre der elektrischen Vorgänge im Lebewesen. «
EP-Katheter-Anschlusskabel
Kabel zum Anschluss von Elektrophysiologie-Kathetern. Die Katheter werden im Wesentlichen zur Ableitung von elektrischen Signalen aus dem Inneren des Gefäßsystems und zur Verödung durch HF-Ströme verwendet. EP-Kabel werden steril eingesetzt. Bei der Wahl geeigneter Kunststoffe bei der Herstellung des Kabels ist eine begrenzte Wiederverwendung durch Sterilisation möglich. «
Farbcodierung
Farbkennzeichnung der Patientenanschlüsse und/oder Patientenleitungen nach IEC (International Electrotechnical Commission) oder AAMI (Association for the Advancement of Medical Instrumentation) um eine Verwechslung zu verhindern. Die Farbcodierung darf nur in Verbindung mit der entsprechenden Buchstaben-Kennzeichnung verwendet werden. Siehe Tabelle "Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur". «
HF-Drossel
Elektronisches Bauteil, welches in das Kabel eingebaut werden kann, um ungewünschte Auswirkungen der Hochfrequenzchirurgie bei der EKG-Überwachung zu vermeiden. Die HF-Chirurgie verursacht Signalstörungen und kann unter Umständen zu Verbrennungen an den Elektroden führen. «
Hochfrequenzchirurgie
Verfahren bei dem im Körper hochfrequente Ströme mit verschiedenen Stromformen zum Schneiden, Blutstillen (Koagulieren) und Veröden eingesetzt werden. Die Anwendung durch den Chirurgen geschieht mit einem Elektroden-Handstück. Die hochfrequenten Ströme können Störungen der Geräte verursachen, die zur Überwachung des Patienten eingesetzt werden. «
Kabelmaterial
Es wird als Kabelmantel und Steckerumspritzung hauptsächlich hochwertiges Polyurethan (PUR) verwendet, welches sich durch lange Haltbarkeit, hohe Resistenz gegen mechanische Beschädigungen und beste Hautverträglichkeit auszeichnet. «
Kompatibilität
Eignung eines Kabels für die bestimmungsgemäße Verwendung mit dem in diesem Zusammenhang genannten Gerät. «
Komplettkabel
Stammkabel und Patientenleitung sind mit einer vergossenen Verteilerweiche untrennbar verbunden. Die Elektrodenanschlüsse sind festzulegen. Die robuste Bauweise ist ideal für den Einsatz im Rettungswesen, da jederzeit funktionssicher weil kein Vertauschen der Patientenleitungen möglich ist und keine unbeabsichtigte Unterbrechung der Ableitung erfolgen kann. «
Konformität
Übereinstimmung mit einer Norm oder Richtlinie. «
Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur
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