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Medizinkabel - Produktbeispiel
Medizinkabel.com - Bernd Richter Medizin Kabel GmbH
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Glossar

Hier haben wir für Sie Fachbegriffe von A-Z zusammengetragen. Gerne vervollständigen und optimieren wir dieses Glossar mit Ihren Ergänzungen und weiteren Anregungen. Bitte senden Sie uns dazu einfach Ihre Ideen per E-Mail.

Vielen Dank!

 

3-, 5-, 10-adrig

Beschreibt die Anzahl der Patientenleitungen eines EKG-Kabels oder die Zahl der Adern eines Stammkabels. «

Angewandte Normen

Unsere Firma betreibt ein Qualitätsmanagement-System für Medizinprodukte welches den Forderungen der EN ISO 13485:2000 (basierend auf den Anforderungen der DIN EN ISO 9001) entspricht. Wir produzieren Zubehör für medizinische elektrische Geräte und sind dadurch von der EN 60601-Normenfamilie betroffen. Die Konformität mit den allgemeinen Anforderungen von EN 60601-1 und den besonderen Anforderungen EN 60601-2, welche auf spezielle Geräte eingeht, muss von unserem Kunden, dem Gerätehersteller, für das Gerät in Verbindung mit dem Zubehör sichergestellt werden. «

Artefakte

Gelegentlich auftretende Signalanteile, die kein Ergebnis des untersuchten physiologischen Prozesses sind, sondern von anderen Quellen verursacht werden. Beispiel: Muskelartefakte, Bewegungsartefakte im EKG. Die Entspannung des Patienten und eine gute Fixierung der EKG-Patientenkabel vermeiden diese Artefakte. «

Bio-Kompatibilität

In unserem Zusammenhang: Eignung des Kabels für den direkten Kontakt mit gesunder Haut. «

CE-Kennzeichnung

Mit dem CE-Zeichen bescheinigt ein Medizinproduktehersteller die Konformität seines Produktes mit dem Medizinproduktegesetz und der Richtlinie 93/42/EWG für Medizinprodukte. «

Defibrillation

Behandlung des Herzens mit Elektroschock bei Stillstand oder Herzkammerflimmern. Ein Sonderfall der Defibrillation ist die Kardioversion, eine geplante Defibrillation am schlagenden Herzen. Die Defibrillation stellt erhöhte Anforderungen an die Beschaffenheit von EKG-Kabeln. «

Defibrillationsschutz

Gemeint ist der elektronische Schutz vor gefährlichen Auswirkungen einer Defibrillation, insbesondere auf das Gerät und den Anwender. «

Diagnose-EKG

Dient der detaillierten Beurteilung der elektrischen Aktivität des Herzens durch einen Kardiologen oder niedergelassenen Arzt. Wird im Ruhezustand (Ruhe EKG) oder während Belastung (Belastungs-EKG) durchgeführt. Es wird ein 10-adriges Kabel eingesetzt, welches die Abnahme der 12 EKG-Standardableitungen zulässt. Die 10 Patientenleitungen setzen sich zusammen aus 4 Extremitätenleitungen, welche mit den Elektroden an Armen und Beinen verbunden werden und 6 Brustwandleitungen, welche mit den am Brustkorb befindlichen Elektroden verbunden werden. «

DIN-Sicherheitsstecker

Speziell für die Medizintechnik entwickelte berührungsgeschützte 1,5 mm Steckverbindung nach DIN 42802-1. «

EEG

Abkürzung für Elektroenzephalographie, Aufzeichnung der elektrischen Hirnaktivität. «

EEG-Elektroden

Leitende Sensoren, meist aus Gold- oder Silberverbindungen, zur Ableitung von elektrischen Potentialen vom Hirn auf der Schädeloberfläche. «

EEG-Patientenleitung

Einadrige Leitung zwischen EEG-Elektroden und dem Verteiler oder Steckfeld eines EEG-Aufzeichnungsgerätes. «

EKG

Elektrokardiographie. Aufzeichnung der elektrischen Abläufe des Herzens. «

EKG-Ableitung

Das EKG resultiert aus einer Differenzbildung von zwei elektrischen Biosignalen. Es können verschiedene Kombinationen der Patientenleitungen im EKG-Gerät zur Differenzbildung herangezogen werden. Diese Kombinationen werden Ableitungen genannt. Die 12 Standard EKG-Ableitungen sind:
· I, II, III (nach Einthoven)
· aVR, avL, aVF (nach Goldberger)
· V1, V2, V3, V4, V5, V6 (nach Wilson)
Der Begriff ist nicht zu verwechseln mit EKG-Patientenleitung, auch wenn diese z.B. mit V1 beschriftet sein sollte. «

EKG-Elektroden

Elektrisch leitfähige Sensoren, meist aus Silberverbindungen, ausgeführt als Klebe- Saug- oder Plattenelektroden, welche auf der Körperoberfläche an vorgegebenen Stellen angebracht werden. Siehe Tabelle "Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur" am Ende dieses Glossars. «

EKG-Kabel

Zur Ableitung von EKG-Signalen vom Körper eingesetztes Bündel von elektrischen Leitern. Wird an einem Ende an EKG-Elektroden und am anderen Ende an ein Aufzeichnungsgerät angeschlossen. «

EKG-Kanal

Darstellung einer Ableitung als Aufschrieb oder Anzeige. Ein Einkanal-EKG-Schreiber erlaubt den Aufschrieb jeweils einer Ableitung, wenn mehrere Ableitungen benötigt werden, müssen diese hintereinander geschrieben werden. Dreikanal-EKG-Schreiber können 3 Ableitungen gleichzeitig darstellen. Begriff wird häufig mit EKG-Ableitung verwechselt. Im Langzeit-EKG hat sich der Begriff Kanal gegenüber Ableitung durchgesetzt. «

EKG-Patientenleitung

Einadrige geschirmte oder ungeschirmte Leitung von der Verteilerweiche zu den Elektrodenanschlüssen. «

EKG-Stammkabel

Mehradriges, meist geschirmtes Kabel vom Gerätestecker zur Verteilerweiche. «

Elektrodenanschluss

Der Anschluss der EKG-Patientenleitung an die EKG-Elektrode z.B. in Form einer Klammer, eines 4 mm-Bananensteckers oder eines Druckknopfes. «

EMV

Elektromagnetische Verträglichkeit. Fähigkeit eines Apparates, einer Anlage oder eines Systems, in der elektromagnetischen Umwelt zufriedenstellend zu arbeiten, ohne dabei selbst elektromagnetische Störungen zu verursachen, die für alle in dieser Umwelt vorhandenen Apparate, Anlagen oder Systeme unannehmbar wären. «

EP

Abkürzung für Elektrophysiologie, die Lehre der elektrischen Vorgänge im Lebewesen. «

EP-Katheter-Anschlusskabel

Kabel zum Anschluss von Elektrophysiologie-Kathetern. Die Katheter werden im Wesentlichen zur Ableitung von elektrischen Signalen aus dem Inneren des Gefäßsystems und zur Verödung durch HF-Ströme verwendet. EP-Kabel werden steril eingesetzt. Bei der Wahl geeigneter Kunststoffe bei der Herstellung des Kabels ist eine begrenzte Wiederverwendung durch Sterilisation möglich. «

Farbcodierung

Farbkennzeichnung der Patientenanschlüsse und/oder Patientenleitungen nach IEC (International Electrotechnical Commission) oder AAMI (Association for the Advancement of Medical Instrumentation) um eine Verwechslung zu verhindern. Die Farbcodierung darf nur in Verbindung mit der entsprechenden Buchstaben-Kennzeichnung verwendet werden. Siehe Tabelle "Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur". «

HF-Drossel

Elektronisches Bauteil, welches in das Kabel eingebaut werden kann, um ungewünschte Auswirkungen der Hochfrequenzchirurgie bei der EKG-Überwachung zu vermeiden. Die HF-Chirurgie verursacht Signalstörungen und kann unter Umständen zu Verbrennungen an den Elektroden führen. «

Hochfrequenzchirurgie

Verfahren bei dem im Körper hochfrequente Ströme mit verschiedenen Stromformen zum Schneiden, Blutstillen (Koagulieren) und Veröden eingesetzt werden. Die Anwendung durch den Chirurgen geschieht mit einem Elektroden-Handstück. Die hochfrequenten Ströme können Störungen der Geräte verursachen, die zur Überwachung des Patienten eingesetzt werden. «

Kabelmaterial

Es wird als Kabelmantel und Steckerumspritzung hauptsächlich hochwertiges Polyurethan (PUR) verwendet, welches sich durch lange Haltbarkeit, hohe Resistenz gegen mechanische Beschädigungen und beste Hautverträglichkeit auszeichnet. «

Kompatibilität

Eignung eines Kabels für die bestimmungsgemäße Verwendung mit dem in diesem Zusammenhang genannten Gerät. «

Komplettkabel

Stammkabel und Patientenleitung sind mit einer vergossenen Verteilerweiche untrennbar verbunden. Die Elektrodenanschlüsse sind festzulegen. Die robuste Bauweise ist ideal für den Einsatz im Rettungswesen, da jederzeit funktionssicher weil kein Vertauschen der Patientenleitungen möglich ist und keine unbeabsichtigte Unterbrechung der Ableitung erfolgen kann. «

Konformität

Übereinstimmung mit einer Norm oder Richtlinie. «

Konventionelle EKG-Elektroden-Nomenklatur

 

Elektrodenort IEC-Code 2 Farbe AAMI-Code 3 Farbe
Rechter Arm 1 R Rot RA Weiß
Linker Arm 1 L Gelb LA Schwarz
Linker Fuß 1 F Grün LL Rot
Rechter Fuß 1 N Schwarz RL Grün
4. Interkostalraum am rechten Sternalrand C1 Weiß/Rot V1 Braun/Rot
4. Interkostalraum am linken Sternalrand C2 Weiß/Gelb V2 Braun/Gelb
In der Mitte zwischen V2 und V4 C3 Weiß/Grün V3 Braun/Grün
5. Interkostalraum in der Medioklavikularlinie links C4 Weiß/Braun V4 Braun/Blau
In der vorderen Axillarlinie links in Höhe von V4 C5 Weiß/Schwarz V5 Braun/Orange
In der mittleren Axillarlinie links in Höhe von V4 C6 Weiß/Violett V6 Braun/Violett
1 können auch an den Rumpfansätzen der Gliedmaßen angebracht werden
2 auch EU-Code genannt
3 auch AHA-Code (American Heart Association) oder US-Code genannt
 

 
   

Langzeit-EKG

Auch Holter-EKG genannt. Es handelt sich um eine EKG-Aufzeichnung über 24 Std. mit besonders kompakten Geräten welche über einen Speicher verfügen (z.B. Kassette, Chipspeicher oder Flashcard) und so im Alltag des Patienten das EKG aufzeichnen können. Der Patient hat die Möglichkeit, besondere Vorkommnisse über eine Taste zu protokollieren, und somit im Speicher einen Ereignis-Marker zu setzen. «

Low-Noise-Kabel

Bei Bewegung eines Kabels werden elektrische Ladungen im Kabelaufbau erzeugt und schlagartig abgebaut. Diese Phänomene können EKG-Signale stören. Unsere Kabel sind diesbezüglich optimiert und dadurch auch bei Bewegung einsetzbar. «

OP-Version

EKG-Kabel, das mit HF-Drosseln für die Hochfrequenz-Chirurgie ausgestattet ist. «

Schirmung

Da EKG-Signale sehr niedrige Spannung haben und sehr kleine Ströme vom Körper abgeleitet werden, sind sie sehr störempfindlich. Übliche Störquellen sind Leuchtstoffröhren, Netzkabel, HF-Chirurgie, Röntgengeräte, Funk, etc. Es ist daher bei vielen Anwendungen notwendig Kabel mit Schirmung einzusetzen um Einstreuungen in das Kabel durch die elektromagnetischen Felder dieser Störquellen zu verhindern. «

SpO2

Abkürzung für engl. Pulse Oximetry Oxygen Saturation, die mit Pulsoxymetrie ermittelte Sauerstoffsättigung der roten Blutkörper. Diese ist ein Maß für die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff. Die SpO2 eines gesunden Menschen liegt zwischen 95 und 100%. SpO2 hat sich als wichtiger Standardparameter im Patientenmonitoring etabliert. «

SpO2-Sensor

Ein Aufnehmer, welcher mit Hilfe von zwei Lichtquellen unterschiedlicher Wellenlänge und einer Photodiode dem Gerät ein Signal liefert, aus welchem dieses die Sauerstoffsättigung errechnen kann. Es gibt viele verschiedene Ausführungen dieser Sensoren abhängig vom Messort am Körper, Körpergröße und Einsatzumgebung. Der Sensor hat ein Kabel, welches entweder direkt oder über ein Verlängerungskabel mit dem Gerät verbunden wird. «

SpO2-Verlängerungskabel

Kabel zur Verlängerung des Sensoranschlusses an ein Gerät. «

Überwachungs-EKG

Wird im OP-Bereich (Anästhesie) sowie auf der Intensiv- oder Wachstation (bei Notfall- oder Routineüberwachung) eingesetzt. Dort ist in der Regel nur eine Ableitung notwendig, es werden daher hauptsächlich Kabel mit 3 Patientenleitungen verwendet. Kabel mit 5 Patientenleitungen sind bei den meisten Geräten als Option einsetzbar und erlauben einen erweiterten Überwachungsumfang. «

Verteilerweiche

Verbindung von Stammkabel und Patientenleitungen. Lieferbar als vergossene Ausführung (Patientenleitungen nicht austauschbar), als VR-Blockstecksystem oder mit einzelnen DIN-Sicherheitssteckverbindungen (Patientenleitungen zur Patientenverlagerung, Überprüfung, oder bei Defekt austauschbar). «

VR-Blocksteck-System

Steckbares Kabelsystem zur Verwendung von einzeln austauschbaren, geschirmten Patientenleitungen, welche mit einem Handgriff aus- und eingesteckt werden können. Kostengünstige Lösung, da der Ersatz einzelner Leitungen möglich ist. Eine Vereinheitlichung des Stecksystems im Krankenhaus ermöglicht eine vereinfachte Disposition. «

Widerstand

Elektronisches Bauteil, welches in das Kabel eingebaut wird, um übermäßigen Stromfluss im EKG-Kabel bei Defibrillation oder Hochfrequenzchirurgie, zu verhindern. «

 
          07.09.2010
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